Findling
Findlinge oder Findling
Der Findling gibt einem Grab eine schlichte, natürliche Ausstrahlung. Es handelt sich dabei um einen naturbelassenen Stein, der entweder durch Wind und Wetter seine Form erhielt oder bei einem Fluss Findling durch die Umströmung von Wasser. Steine die diese Bezeichnung verdienen, sind zwischen 50 Kilogramm und drei Tonnen schwer. Der Findling Stein wird meist als heller Stein angeboten, man erhält aber auch dunklere Arten und erfährt durch eine Kombination mit Bronze und Schmiedeeisen eine Aufwertung in seiner Ausstrahlung. Findlinge werden in letzter Zeit wieder häufiger auf den Gräbern angebracht, da der allgemeine Trend wieder hin zur Natur geht.
DIE GRABGESTALTUNG MIT EINEM FINDLING
Findlinge werden durch Zusammenspiel von natürlichem Stein, Materialien wie Bronze oder Eisen und einer natürlichen Bepflanzung zu einem wildromantischen Denkmal. Dabei ist auch die Art und Größe der Findlinge bei der Anlage von entscheidender Bedeutung. Große Steine werden gerne als Grabstein-Ersatz genutzt. Die kleinen Steine finden ihre Verwendung als Tafeln für die Inschrift, die direkt auf das Grab gelegt wird. Eine Gravur kann direkt in den Stein gebracht werden oder aber durch eine separat angebrachte Tafel. Den Namen Findling tragen die kleinen Steine aber nicht zurecht, denn die Begriffszuordnung ist eine andere. Wild und ungezähmt wirkt auch ein schön angelegter Findling Garten.
DIE URSPRÜNGLICHE IDEE DER FINDLINGE
Früher wurden Findlinge für den Bau von Hünengräbern verwendet, vorwiegend im Norden von Mittel- und Westeuropa. Die mitteleuropäische Variante dieser Großsteingräber findet man heute noch im norddeutschen Raum, aber auch in Holland, Polen und Skandinavien. Findlinge wurden zum Bau von Denkmälern als Grabsteine und Gedenksteine, aber auch teilweise für den Hausbau verwendet. Aus früheren Zeiten kennt man sich auch noch als Wetzsteine, Wiesenwalzen oder Amboss-Steine. Einen Findling findet man zum Beispiel auch auf dem Hermann Löns Grab.
DIE BEARBEITUNG DES STEINS FINDLING
Möchten Sie einen Findling kaufen, ist es sinnvoll sich über die Bearbeitung desselben zu informieren. Um eine brauchbare Größe zu bekommen, müssen Findlinge von großen Steinen abgespalten werden. Es gab früher zwei Methoden, die Frostspaltung und die Keilspaltung. Die Frostspaltung wandte man schon ganz früh an. Dazu wurden Löcher und Kehlen in die Steine geschlagen. Die Löcher wurden mit Wasser gefüllt und durch das Gefrieren sprengte das Eis den Stein auf. Die neuere Art war die Keilspaltung. Dazu werden mit einer Keilpicke zwei Zentimeter tiefe Löcher eingeschlagen und mit einem Keilschrot gefüllt und eingetrieben. Echte Findlinge gibt es heute kaum noch und so werden im Findling Verkauf auch nur nachgemachte Steine angeboten.
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