Steinbildhauer
Die Steinbildhauerei
Die Kunstwerke der Steinbildhauer entstehen, im Gegensatz zum Bildhauer, immer aus Naturstein. Diese Berufsgattung wird oft mit dem Steinmetz gleichgesetzt, wobei dies nicht korrekt ist, auch wenn die Unterscheidung fliesend ist. Die Arbeiten vom Steinmetz sind eher bautechnischer Natur, wie zum Beispiel Verzierungen an Kirchen, Treppen, eben Profilarbeiten, während die Arbeit des Steinbildhauers mehr mit dem gestalterischen Aspekt einhergeht. Dazu zählt auch die Fertigung von Brunnen, plastischen Objekten und Grabsteinen. Besonders für Letztere ist das Berufsbild besonders bekannt.
Vor dem Beginn einer Arbeit steht bei der Steinbildhauerei die Planung an, die besondere Sorgfalt erfordert und das Wissen über den optimalen Arbeitsablauf. Ein Objekt wird nicht einfach auf dem Papier geplant und dann in die Tat umgesetzt, sondern es wird Rücksicht auf die Eigenschaften, wie Farbe, Musterung und Art des Steins, genommen. Jeder Stein, der bearbeitet werden soll, ist ein absolutes Unikat und darauf muss immer eingegangen werden.
DIE GESCHICHTE DER STEINBILDHAUER
Sie ist äußerst weitreichend und prägte maßgeblich die Kulturen der Ägypter, Griechen und Römer, aber natürlich war sie auch ein Bestandteil vom Ausdruck des Glaubens und der Lebenssitten von anderen Völkern in vielen Teilen der Welt. Schon aus der Steinzeit sind uns Fundstücke erhalten geblieben, welche zeigen, dass die Menschen schon damals ihre Erlebnisse auf der Jagd und andere des täglichen Lebens mit einfachsten Mitteln in Natursteinen festgehalten haben, was als eine sehr einfache Form der Steinbildhauerei angesehen werden kann und belegt, dass dieses Handwerk schon viele Tausend Jahre alt ist. In dieser Zeit hat sich das Handwerk stetig, aber bescheiden, verändert und so ist der Steinbildhauer noch immer einer der wenigen Handwerker, die meist auf sehr traditionelle Methode und mit schlichten Werkzeugen arbeiten. Ganz anders die Technik, die einen stetigen Wandel erlebte und zusammen mit anderen Kunstrichtungen auch die verschiedenen Epochen durchlebte, welche nicht nur das Vorgehen bei der Arbeit, sondern natürlich auch maßgeblich das entstandene Werk prägten.
AUSBILDUNG STEINBILDHAUER SCHWEIZ
Angehende Steinbildhauer Schweiz müssen die Voraussetzung einer vollendeten Volksschule mit sich bringen. Die Ausbildung dauert dann vier Jahre und wird in einem Fachbetrieb ausgeführt, während die Lehrlinge einen Tag pro Woche die Berufsschule besuchen. Selbstredend bedarf es, noch weitaus mehr als bei anderen Berufen, eine gewisse gegebene Kreativität im künstlerischen Bereich, sowie auch ein gut ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick. Außerdem ist dieser Beruf zweifelsohne nichts für ungeduldige Gemüter. Nach abgeschlossener Lehre und mit einiger Berufserfahrung als Steinbildhauer hat man zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung. Dies umfasst die Meisterprüfung und weitere Ausrichtungen innerhalb des Berufsbildes, aber auch der Weg hin zum Architekten oder Ingenieur bietet sich an.
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